Impressum
Künstler des 1. SilentArt-Festivals 2006
Künstler des 2. SilentArt-Festivals 2007
Künstler des 3. SilentArt-Festivals 2008


Die Künstler des 3. SilentArt-Festivals 2008

Maria Ammann (Schweiz) - Schauspiel, Stimme

begann nach dem Studium an der Schauspielakademie Zürich ihre Laufbahn am Schlosstheater Moers. Dort blieb sie zehn Jahre. Seit 1999 lebt sie freischaffend in Köln. Neben Stückverträgen in Erlangen, Duisburg, Köln, Bochum und St.Gallen ist sie auch als Sprecherin beim WDR, in Film und Fernsehen und als Schauspiellehrerin tätig.



Heiko Bugeninks (Deutschland)- Schmuckdesign

ist Goldschmiedemeister und staatlich geprüfter Gestalter. Beim internationalen Bernstein-Kunstpreis der Ostseeanliegerstaaten errang er 1999 den 1. Preis. Seit 2001 betreibt er die Meisterwerkstatt ‚Neunter Stein’ in Bochum, wo er auch andere Künstler ausstellt. Das 1000jährige Jubiläum der Stiepeler Dorfkirche inspirierte ihn zur Idee der “Gräfin Imma Kreuzchen”, die mittelalterliche Aspekte mit moderner Schlichtheit in zeitlosen Kunstwerken vereinen.



Jan Demuth (USA/Deutschland) – Text

arbeitete 14 Jahre lang als Dramaturg, Übersetzer und Autor an verschiedenen deutschsprachigen Theatern (Moers, Erlangen, Bochum, St.Gallen) und schrieb bislang vierzehn Stücke, u.a. ‚Namasté’ und ‚Unter der Haut’ für das Prinz Regent Theater Bochum. Seit 2006 lebt und arbeitet er in San Francisco.



Vyacheslav Ganelin (Israel) - Piano, Synthesizer, Perkussion
www.ganelintrio.com

ist gebürtiger Moskauer, wuchs in Vilnius auf und prägte von den 60ern bis zur Emigration nach Israel, 1987, die ehem. Sowjetische Musikszene entscheidend. Mit der Gründung seines Trios gelang ihm von Anfang an eine Version zeitgenössischen Musizierens, die bei der Nähe zur westlichen Avantgarde und den Mitteln der Jazzimprovisation immer eine Verbindung zu den eigenen Traditionen der russischen und litauischen Folklore suchte. Er komponierte zwei Opern, ein Kindermusical und die Musik zu mehr als 30 Filmen.



Gerður Gunnarsdóttir (Island) - Violine, Viola, Stimme
cd-kritik gunnarsdottir

studierte Geige in Reykjavík, Köln und Amsterdam und war Konzertmeisterin (u.a. klassische Philharmonie Bonn, Isländisches Sinfonieorchester). Heute bekleidet sie diese Position im Isländischen CAPUT Ensemble für Neue Musik. Sie ist Mitglied des Consortium Classicum. 1995 gründete sie Essence of North und ist seit 1998 Mitglied in Claudio Puntins Quipu.



Ute Kaiser (Deutschland) - Schauspiel, Stimme
www.utekaiser.com

begann nach dem Schauspielstudium in Hamburg ihre Karriere 1995 am Schlosstheater Moers. Seit 1999 arbeitet sie freischaffend (Tourneen, Engagements, Performances; 2005/06/07 Lesereisen durch die USA und Projekte mit Musikern wie Karl Berger, Achim Tang, Roby Gold, Klaus Kugel). Seit 2005 ist sie Dozentin für integrales Training an der Arturo Schauspielschule in Köln und seit 2006 künstlerische Leiterin des SilentArt-Festivals.



Klaus Kugel (Deutschland) - Schlagzeug, Perkussion
www.klauskugel.com

„...ist ein so leichthändig einfühlsamer Schlagzeuger, wie man es sich in einem solchen Solistenensemble nur wünschen kann“ (Frankfurter Rundschau). Klaus Kugel, der sein Drumset um eine Vielzahl von filigranen Klang- und Perkussionsvarianten erweitert, machte durch Projekte mit Petras Vysniauskas, Karl Berger, Tomasz Stanko, Charlie Mariano, Bobo Stenson, Glen Moore, Kent Carter, Michel Pilz, Kenny Wheeler, Robert Dick u.v.a. von sich reden. Er spielt Konzerte weltweit.



Mönche des Zisterzienserklosters Bochum-Stiepel - Gesang
www.kloster-stiepel.de

Der zisterziensische Choral unterscheidet sich vom benediktinischen Äquivalent zumeist dadurch, dass er -ganz im Sinne der zisterziensischen Reform- vereinfacht, also "verschlichtet" wurde. der Choralgesang ist zuallererst gebet. die Schola, die beim Festival gesungen wird, vereint die Sänger von Stiepel mit dem Chefkantor des Stiftes Heiligenkreuz, einem professionellen Kirchenmusiker, herrn Pater Mag. Simeon Wester oc ist. die Choralgesänge basieren auf den Gesängen, die seit Jahrhunderten im Orden üblich sind. durch den Gesang wird das Mittelalter lebendig! das Repertoire beim Festival wird aus verschiedenen Introiten (Anfangsstücke für eine heilige Messe) und Textpassagen vom hl. Bernhard von Clairvaux zusammen gesetzt sein.



Natascha Nikeprelevic (Deutschland) - Gesang, Stimme
www.vetter-transverbal.de

Joachim Ernst Berendt schätzte sie als „beste ihm bekannte Oberton Sängerin“. Zahlreiche Performances führten das Vokalduo Vetter/Nikeprelevic neben Konzerten in Europa auch nach Fernost, wo es in Klöstern, Tempeln, Gärten, Konzerthallen, Kirchen und Kunstgalerien seine experimentell-archaische Kunst zu Gehör brachte.



Itaru Oki (Japan) - Trompeten, Japanische Flöten
www.artcom-records.net/itaru_oki.htm

„Er ist einer der interessantesten und repräsentativsten neue Musik Spieler made in japan“ (Jazz Magazine/Paris). Geb. in Kobe 1941. sein Vater spielte Shakuhachi (senkrecht gespielte Bambusflöte) und seine Mutter war Meisterin der Koto, der horizontalen japanischen Harfe. 1969 gab er erstmals Konzerte in Europa und zog 1974 nach Paris, wo er bis heute lebt. Oki gab weltweit Konzerte und ist nach wie vor in Japan ein sehr renommierter Musiker



André Pabarciuté (Litauen) - Gesang
http://andre.lt

ist eine junge, temperamentvolle und ausgereifte Vokalistin, Pianistin und Komponistin aus Vilnius, Gewinnerin verschiedener Wettbewerbe und studiert derzeit Klavier an der litauischen Akademie für Musik und Theater. Sie war u.a. Schülerin des legendären russischen Saxophonisten Vladimir Chekasin, spielt im litauischen Saga-Quartett und gründete vor kurzem das newARTrio, mit dem sie experimentelle Wege beschreitet. Zudem gab sie Konzerte und Performances mit Sainkho Namtchylak, Brahm Fetterman, Ryoji Hojito, Vladimir Chekasin und der Tänzerin Lora Juodkaite u.a..



Michel Pilz (Luxemburg) - Bassklarinette
www.michelpilz.com

Pilz‘ „furiose Linien stehen in wunderbarem Kontrast zur Milde und Wärme seines Tons“ (Joachim-Ernst Berendt, "Ein Fenster aus Jazz"). Er gilt unter den Jazzmusikern Europas als einer mit größtem Wiedererkennungswert und wurde schon früh als Nachfolger Eric Dolphys bezeichnet. Seine Karriere begann 1968 im Manfred Schoof Quintett. In den 70ern führten ihn Tourneen nach Südamerika, in den nahen Osten und nach Asien, wo er Itaru Oki kennenlernte. Seit den 70ern gilt er als der profilierteste europäische Bassklarinettist.



Natalka Polovinka (Ukraine) - Stimme

wurde 1965 in Winnyczyni, Ukraine, geboren und studierte bis zum Diplom 1989 am Lviv Konservatorium. Seitdem arbeitet sie als Schauspielerein am dortigen "Les Kurbas Theater". Mit diesem Theater trat sie auf vielen internationalen Festivals auf (u.a. Ukraine, Polen, Russland, Rumänien, Italien, USA, Großbritannien). 1994-1998 arbeitete sie an der Harvard- und der Columbia University als Leiterin des Stimmtrainings für Schauspieler. Sehr wichtig für sie war ihre Begegnung und Zusammenarbeit mit Jerzy Grotowski.



Stefan Preiss (Deutschland) - Lyrik

Der Schauspieler und Regisseur Steffan Preiss ist seit 2003 Ensemblemitglied am Schauspiel Bonn. Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, arbeitete er an diversen Theatern, wie z. B. in Essen oder Oberhausen und war über 12 Jahre im Ensemble des Moerser Schlosstheater-Intendanten Rupert J. Seidl.




Claudio Puntin (Schweiz) - Klarinetten
www.puntin.de

erhielt nach dem Musikstudium in Köln und Rotterdam den Förderpreis des Landes NRW und einen Lehrauftrag in Köln. Er schrieb Film-, Hörspiel- und Theatermusik u.a. für: ‚Sunset in Venice’ (Deutscher Kurzfilmpreis in Gold) und ‚Jenseits der Stille’ (Oscar-Nominierung). Kompositionsaufträge, Konzerte weltweit und die Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern, Fred Frith, der WDR Big Band, Nils Wogram, Lucas Nigglis Zoom u.a. sind weitere Stationen.



Tina Stolt (Deutschland) – Installationen
www.tinastolt.de

studierte von 1984-1991 Kunstgeschichte, Graphik/Malerei und Psychologie in Marburg. Neben traditionellen Kunstorten (u.a. Kunsthalle Darmstadt, Minnesota State Art Museum) sind es Orte mit historischem Kontext oder alte Industriegebäude, von denen sie sich fordern läßt (u.a. Gedenkstätte Buchenwald, E-Werk Freiburg). Sie unterrichtet an der pädagogischen Hochschule Karlsruhe und ist seit 2007 künstlerische Leiterin der Marburger Sommerakademie.



Mark Tokar (Ukraine) - Kontrabass
www.marktokar.info

studierte klassische Gitarre in Lviv und Kontrabass in Krakau. Er gab Konzerte mit Ken Vandermark, Magnus Broo, Roberta Piket, Klaus Kugel, Arkady Shilkoper, Petras Vysniauskas, Mircea Tiberian u.a. und spielt seit langem mit Yuriy Yaremchuk. Er organisiert in Lviv die Konzertserie Metro Jazz Philharmonic und ist seit 2005 künstlerischer Direktor des ukrainisch/polnischen Festivals JazzBEZZ. Er gilt in seinem Land als der profilierteste Kontrabassist im Spannungsfeld Neue Musik, Improvisation und Jazz.



Michael Vetter (Deutschland) - Komposition, Stimme, Intrumente
www.vetter-transverbal.de

arbeitete als improvisierender Interpret in den 60er/70er Jahren mit Komponisten wie Bussotti, Kagel, Ligeti und Stockhausen und erlangte mit seinen bizarr-kühnen Blockflötenklängen internationale Berühmtheit. Seine Kunst des Mehrstimmigen Obertongesangs ließ ihn zu einem Exponenten neuer meditativer Musik werden. Vetter, dem Stockhausen seine kühnsten Entwürfe anvertraute, ist auch ein passionierter Bach-Spieler.



Petras Vysniauskas (Litauen) - Sopransaxophon
www.petrasvysniauskas.com

„ich höre in den litauischen Volksliedern Echos der Musik von John Coltrane…“ Vysniauskas ist auf allen wichtigen Jazzfestivals zu Gast und spielt u.a. mit Steve Lacy, Jon Christensen, Tomasz Stanko, Kent Carter, Charlie Mariano, Karl Berger, Bobo Stenson und Fred Frith. Litauische Komponisten schufen orchestrale Werke für ihn als Solisten. 2002 bekam er den litauischen ‚National Award of Art and Culture’.



Minghao Xu (China) – Film
www.ming-art.net

Minghao Xu wurde in Beijing, China, geboren und lebt seit 1989 in Deutschland. In Maastricht studierte er bis 2007 Visuelle Kommunikation. Sein Diplomfilm zum Thema ‚Raum Klang Stimme’ erweckte in Fachkreisen großes Aufsehen und kommt wird in Kürze als DVD veröffentlicht. Schon im vergangenen Jahr dokumentierte er das SilentArt Festival, woraus ein Kurzfilm entstand. Sein SilentArt-Projekt läuft weiter: ein experimenteller Film zur visuellakustischen Interpretation des Themas Stille. Er ist Webmaster der Festivalseite.



Yuriy Yaremchuk (Ukraine) - Sopran-, Tenorsaxophon, Klarinette
www.3yar.com.ua

ist ein 1951 in Novokuznetsk, Russland, geborener Komponist und Multi-Instrumentalist. Schon zur Zeit der UdSSR galt er als Ausnahme-Saxophonist. Er verbindet Jazzimprovisation mit zeitgenössischer Komposition. Er schrieb Theatermusik und erarbeitete mit Schauspielern und Tänzern Avantgarde Performances. Er spielte auf allen wichtigen internationalen Musikfestivals u.a. mit Ray Anderson, Fred Frith, William Parker, Arkady Shilkloper. Heute lebt und unterrichtet er in Lviv, Ukraine.